9063 STEIN

Stein AR, Appenzeller Volkskundemuseum (2008)

Text -und Toninstallation, aufgrund einer Feldforschung zum Thema «So Züüg – Populäre Objektkultur im Appenzellerland»

PRESSE:

«Zwanzig Realitäten in 9063 Stein»

«In jedem Haushalt existieren Sachen unterschiedlichen Alters, die im doppelten Sinne eine Sammlung bilden, eine, die als verallgemeinerbare mit dem richtigen Museum konkurriertund eine, in der sich ganz private Bildungsgeschichten verkörpert haben, die also das Persönliche der Vergangenheit enthält.Die eine Sammlung repräsentiert Kulturgeschichte, die andere spiegelt Ich-Geschichte.Beiden bewusst oder unbewusst täglich begegnen bedeutet, dass wir uns andauernd in einem Erinnerung- und Lernraum bewegen, den wir uns mehr oder weniger selbst eingerichtet haben.» - Gert Selle

DIE AUSSTELLUNG

«Dinge dringen so tief in unser Leben ein, dass man behaupten darf, es lebe sich durch sie. Wir lernen unentwegt von ihnen.Der Stand der Dinge spiegelt den Zustand der Kultur und nicht nur den Status der Produktkulturen.» -Gert Seele

Die Globalisierung verändert den Wert von Objekten. Ziel der Wirtschaft ist es, uns Dinge anzudrehen Im Zeitalter der Virtualität spricht man von einem Verschwinden der Dinge.Doch wir sind täglich beschäftigt mit dem pflegen und ordnen von Objekten, sie häufen sich im Laufe des Lebens an.Was heben wir wirklich für eine Beziehung zu ihnen? Welche sind uns lieb geworden, welche sind uns wertvoll und warum? Was tun die Dinge mit uns? Was treiben wir mit ihnen? Worin besteht das Grundverhältnis zwischen Mensch und Ding?

Feldforschung direkt untersucht die Sachlage direkt vor Ort im unmittelbaren Umkreis des Museumsgebäudes.Wir haben ein Gespräch mit 21 zufällig ausgewählten Menschen aus Stein geführt und einfache Dinge gesucht, die dem Eigentümer wertvoll, dem oberflächlichen Blick von geringem Wert sind.

Eine 9m lange Vitrine ist in 17 Fächer unterteilt und jeweils mit einer Türe versehen.Dies ist der Hort der Objekte die den befragten Menschen lieb geworden sind.Es sind Türen zu ihren persönlichen Geschichten ein Blick in ihre Küchenkästen.Der Alltag im Museum.

Auf den Türen steht groß in goldenen Lettern Postleitzahl und Ortsname.Öffnet man die Türen, zeigt sich ein Lieblingsgegenstand und ein Kondensat des Gespräches mit der zu ihm gehörenden Person ist zu lesen oder zu hören.

Anhand dieser an sich funktions- und wertlosen Gegenstände ist ein Ortportrait von Stein entstanden.Die Dinge der Menschen erzählen über ihre Besitzer, denn es ist Ihre Wertschätzung, es sind ihre Erlebnisse und Erinnerungen die an den Objekten haften. Die einen Geschichten sind sehr persönlich, die anderen sind sie Teil einer kollektiven Geschichte oder Tradition und bilden gemeinschaftliche Identität.Alle konstituieren Kultur.

Der Besucher wird in seiner eigenen Erfahrung angesprochen und auf die Fährte ihrer eigenen Geschichte mit Dingen gesetzt.Dies um das Dickicht der Dingweltenin die wir verstrickt sind ein wenig zu lichten.

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KARIN BUCHER SZENOGRAFIE

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